Unsere Nasenlöcher wechseln sich bei der Arbeit ab. Dies wird gesteuert durch das An- und Abschwellen der Nasenmuscheln. Bei 80% der Menschen tritt dieser Rhythmus regelmäßig auf. In gesundem Zustand wechseln sich die Nasenlöcher alle 30 Minuten bis 4 Stunden ab. Bei Erkrankungen kann der Wechsel ausgeprägter sein.
Es gibt übrigens einen Zusammenhang zwischen den Nasenlöchern und den Gehirnhälften. Die rechte Gehirnhälfte ist aktiver, wenn wir durch das linke Nasenloch atmen und die linke Gehirnhälfte ist umgekehrt aktiver, wenn wir durch das rechte Nasenloch atmen. Verrückt, oder?
Deswegen hat die Wechselatmung, auch Nadi Shodhana im Yogischen genannt, eine ausgleichende Wirkung auf die beiden Gehirnhälften. Sie wirkt sich harmonisierend auf den ganzen Körper aus und stimuliert den Vagusnerv.
Probier’s doch mal aus:
- Komme in einen aufrechten und angenehmen Sitz, die Wirbelsäule ist gerade.
- Das Kinn sinkt – ganz leicht – Richtung Brustbein.
- Entspanne Deine Schultern, Dein Nacken, Dein Kiefergelenk, Deinen Zunge, Augen und Stirn.
- Schließe Deine Augen und beobachte, wie Deine Atmung gerade fließt.
- Atme aus.
- Verschließe nun Dein rechtes Nasenloch mit dem Daumen der rechten Hand und atme durch das linke Nasenloch ein.
- Gönne Dir eine kleine Atempause.
- Verschließe nun mit dem rechten Ringfinger das linke Nasenloch und atme durch das rechte Nasenloch aus.
- Gönne Dir wieder eine kleine Atempause.
- Halte das linke Nasenloch verschlossen und atme durch das rechte Nasenloch ein.
- Atempause.
- Verschließe das rechte Nasenloch wieder mit dem Daumen und atme durch das linke Nasenloch aus.
- Kleine Atempause.
- Wiederhole diesen Zyklus je nach individueller Voraussetzung bis zu fünf Minuten.
- Achte darauf, dass Du immer mit der Ausatmung auf dem linken Nasenloch endest und damit den Zyklus vollendest.
- Spüre nach.
